10 Dinge, die Dein Selbstwertgefühl steigern

10 Dinge, die Dein Selbstwertgefühl steigern

Wertschätzt du dich selbst oder bist du eher eine Person, die sich ständig selbst schlecht redet? Wenn du jemand bist, der sich selbst ständig schlecht bewertet, leidest du wie so viele Menschen wahrscheinlich an einem geringen Selbstwertgefühl. 

Ich selbst habe festgestellt, dass ich manche Tage habe, an denen ich mich selbst völlig schlecht rede. In meinem Kopf gehen dann Dinge vor wie „Warum kriegst du das schon wieder nicht hin?“, „Du machst alles falsch.“ oder „Du bist es nicht wert, geliebt zu werden.“. Dementsprechend verhalte ich mich an solchen Tagen auch – zum Beispiel bin ich dann extrem eifersüchtig und außerdem unmotiviert, an meinen Zielen zu arbeiten, weil ich ja sowieso „nichts wert bin“. 

Das Selbstwertgefühl basiert also auf den Gedanken, die wir von uns selbst haben. Denken wir schlecht von uns, werden wir uns als Konsequenz minderwertig fühlen und unsere Bewertung von uns selbst wird immer weiter sinken.

Gedanken 

Das Selbstwertgefühl ist außerdem die Basis von Selbstvertrauen, also das Vertrauen in sich selbst („Was traue ich mir zu?“). Wer sich selbst nicht wertschätzt, wird wohl kaum in seine (subjektiv nicht vorhandenen) Fähigkeiten vertrauen können – da er diese Fähigkeiten in sich selbst nicht sieht bzw. nicht bewusst an sich schätzt. Zudem wird er kein Vertrauen in sich haben, hohe Ziele zu setzen, und dementsprechend auch nie hohe Ziele erreichen. 

Zum Glück gibt es Mittel und Wege, sein Selbstwertgefühl zu steigern und somit auf einem guten Weg zu sein, mehr in sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. 

10 Dinge, die dein Selbstwertgefühl steigern 

Ich habe oben bereits erwähnt, dass das Selbstwertgefühl auf den Gedanken basiert, die wir von uns selbst haben. Das grundlegende Ziel ist also, diese Gedanken zu verändern. 

“Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.” (Marcus Aurelius)

1. Lebe im Jetzt

Lerne, im gegenwärtigen Moment zu leben. Nur, weil du dich in der Vergangenheit selbst schlecht geredet hast, muss das jetzt nicht mehr so sein. 

Alles, was du tust, entscheidet sich im Jetzt. Entscheide dich also bewusst dazu, dich im Jetzt positiv zu bewerten.

 2. Mache dir deine eigenen Stärken bewusst 

Stärken notierenWerde dir über dich selbst als Person bewusst. Was kannst du gut? Wofür hast du schon öfter Komplimente von anderen bekommen? Bei welcher Tätigkeit blühst du auf? Notiere dir mindestens drei Dinge, die du gut kannst (z. B. malen, zuhören,…).  

Es hilft auch, aufzuschreiben, was du bereits im Leben erreicht hast. Erstelle eine Liste von zehn Dingen, die du bereits im Leben geschafft hast (z. B. Abitur, gute Freunde kennengelernt, jemanden getraut, nach der Uhrzeit zu fragen,…). 

Belohne dich außerdem, wenn du etwas gut gemacht hast. Wenn du dir zum Beispiel ein kleines Ziel gesetzt hast (z. B. jemanden nach der Uhrzeit zu fragen), klopfe dir selbst auf die Schulter und sage dir, dass du es gut gemacht hast. 

Ziel ist es, dass du lernst, deine negativen Bewertungen von dir selbst mehr und mehr durch Positive zu ersetzen, indem du merkst, worin du gut bist und was du kannst.

3. Lerne, Komplimente anzunehmen 

Komplimente annehmenWenn dir jemand ein Kompliment macht, nimm es an. Sag einfach „danke“, anstatt in Gedanken zu versinken wie „Das kann doch gar nicht sein“. Die Person wird einen Grund haben, dir dieses Kompliment zu geben – bedank dich also dafür und nimm es an.

Lege eine Liste an mit Komplimenten, die du erhältst. Das hilft dir, bewusster über deine Stärken zu werden und sie anzunehmen, anstatt sie immer und immer zu versuchen, schlechtzureden. 

4. Gib anderen Komplimente 

Nimm nicht nur Komplimente von anderen an – gib anderen auch Komplimente. Denn wer gibt, tut nicht nur einer anderen Person etwas Gutes, sondern fühlt sich auch selber besser. Du bekommst das Gefühl „eine gute Tat“ vollbracht zu haben, was dir dabei hilft, dich selbst mehr zu schätzen. 

 5. Nimm eine Beobachterperspektive ein 

Wenn du merkst, dass negative Bewertungen über dich selbst aufkommen, beobachte dich selbst von außen. So hast du eine neutralere Position und kannst objektiver betrachten, was du da gerade wieder denkst. Stell dir vor, du würdest dich selbst gerade aus der Perspektive einer Freundin beobachten. Was würde sie zu deinen negativen Bewertungen von dir selbst sagen? Ergeben deine Aussagen wirklich Sinn, oder übertreibst du vielleicht? 

6. Glaube deinem “inneren Kritiker” nicht 

Lerne, deinem “inneren Kritiker” nicht zu glauben. Prüfe negative Gedanken, die in dir aufkommen (“Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden”; “Ich kann das nicht”) – stimmen diese Gedanken? Hast du nicht letztens erst etwas im Leben erreicht (Schulabschluss, Führerschein, eine fremde Person angesprochen,…)? Wie kann es also sein, dass du so über dich denkst, obwohl du eigentlich schon so viel geschafft hast? 

Innerer Kritiker

Eine Patientin hat mir mal erzählt, dass sie immer, wenn ihr “innere Kritiker” wieder versucht, sie schlechtzureden, sie sich die Dinge aufschreibt, die sie bereits im Leben geschafft hat. Das hilft, die negativen Gedanken in positive zu verwandeln und festzustellen, dass der “innere Kritiker” im Unrecht ist. 

 7. Verbringe deine Zeit mit positiven Menschen 

 “Du bist der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.” (Jim Rohn) 

Wir lassen uns durch andere Menschen beeinflussen, ob unbewusst oder bewusst. Wenn du daher deine Zeit überwiegend mit pessimistisch eingestellten Menschen verbringst, ist es logisch, dass diese Einstellung auf dich abfärben kann. Im Gegensatz dazu können optimistisch eingestellte Menschen ihre positive Lebenseinstellung auch auf dich abfärben – was dir dabei helfen kann, positiver über bestimmte Dinge zu denken und auch über dich selbst. 

8. Höre auf, perfekt sein zu wollen 

Lege deinen Perfektionismus ab. Es muss nicht immer alles perfekt laufen. Durch Fehler lernen wir, uns selbst weiterzuentwickeln und zu wachsen. 

“Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.” (Dietrich Bonhoeffer) 

Dazu zählt auch, dass du dich nicht mit anderen vergleichen solltest. Lege das Bedürfnis ab, das Leben der anderen als “perfekt” zu sehen und dasselbe haben zu wollen. Du weißt nie, wie es im Inneren der anderen Personen aussieht. Konzentrier dich auf dich und hör auf, perfekt sein zu wollen. Das ist nämlich niemand. 

9. Lebe zielgerichtet 

Wer ein Ziel hat, hat eine Motivation, für die es sich zu leben lohnt. Wer ein Ziel hat, wird also motivierter und disziplinierter sein, etwas im Leben zu schaffen. Das gibt uns einen Sinn im Leben und hilft uns außerdem dabei, eine positivere Auffassung von uns selbst zu bekommen. Wer immer und immer wieder Erfolgserlebnisse auf seinem Weg zum Ziel verzeichnen kann, wird sich selbst besser bewerten – da er lernt, sich selbst für seine Erfolge verantwortlich zu machen. 

Es ist sehr wichtig, dass die Ziele konkret formuliert sind. Mit der SMART-Methode kannst du deine Ziele festlegen:

SMART-Methode

  • Spezifisch: Das Ziel sollte spezifisch formuliert und nicht schwammig formuliert sein. Ansonsten ist es sehr wahrscheinlich, dass du selbst keine Ahnung hast, was genau eigentlich dein Ziel ist und wie du es erreichen kannst. 
  • Messbar: Es sollte für dich klar formuliert sein, wann du deinem Ziel näherkommst und wann du es erreicht hast. 
  • Attraktiv: Ganz wichtig ist, dass es DEIN Ziel ist und dass du dich damit identifizieren kannst. Ein Ziel, dass dir deine Eltern beispielsweise vorlegen, mit dem du aber eigentlich nichts verbindest, wird dich eher nicht motivieren. Zudem sollte dein Ziel positiv formuliert sein, d. h. keine Wörter wie nicht enthalten. 
  • Realistisch: Deine Ziele sollten zwar hoch formuliert sein, aber trotzdem erreichbar. Wenn du das Ziel niemals erreichen kannst, wirst du deine Motivation ganz schnell verlieren. 
  • Terminiert: Bis wann möchtest du dein Ziel erreicht haben? 

10. Entwickle ein eigenes Wertesystem und handele danach 

Welche Werte sind dir im Leben wichtig? Sind es zum Beispiel Ehrlichkeit, Humor, Verlässlichkeit? Oder vielleicht Reichtum und Wohlstand? Erstelle dir sowohl für dein privates Leben, als auch für dein berufliches Leben, ein persönliches Wertesystem mit den jeweils fünf wichtigsten Werten. Erstelle dann für beide Bereiche eine Rangfolge, in der du die Werte nach Wichtigkeit für dich ordnest. 

Das hilft dir dabei, dich in deinem Leben zu orientieren. Du weißt, was dir wichtig ist und wonach du handeln möchtest. Wenn wichtige Entscheidungen anstehen, weißt du, was dir am wichtigsten ist und wie du nach deinen persönlichen Werten handeln solltest. 

Stehe außerdem zu deinen persönlichen Werten, auch, wenn andere Personen damit nicht immer übereinstimmen. Sei authentisch. 

Zusammenfassung

Um dein Selbstwertgefühl zu steigern, hilft es, folgende zehn Dinge umzusetzen:

  1. Lebe im Jetzt 
  2. Mache dir deine eigenen Stärken bewusst 
  3. Lerne, Komplimente anzunehmen 
  4. Gib anderen Komplimente 
  5. Nimm eine Beobachterperspektive ein 
  6. Glaube deinem “inneren Kritiker” nicht 
  7. Verbringe deine Zeit mit positiven Menschen 
  8. Höre auf, perfekt sein zu wollen 
  9. Lebe zielgerichtet 
  10. Entwickle dein eigenes Wertesystem und handele danach 

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.). Derzeit mache ich zudem meinen Master in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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