Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung – Top 3 (2018)

Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung – Top 3 (2018)

Die Bücher, die mir dieses Jahr am meisten geholfen, handeln vor allem darum, wie man seine eigenen Gedanken in den Griff bekommt. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, im gegenwärtigen Moment zu leben bzw. zu denken und nicht in Vergangenheit oder Zukunft. Generell habe ich festgestellt, dass eigentlich alles, was wir in unserem Leben erreichen, von unserer eigenen inneren Einstellung und dem zugehörigen Handeln abhängt.

1. Sorge dich nicht – Lebe! (Dale Carnegie)

Dieses Buch habe ich sowohl gelesen, als auch als Hörbuch gehört, weil es mir sehr geholfen hat. Besonders im Kopf geblieben ist bei mir der Satz „Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken“ von Marc Aurel, der in diesem Buch zitiert wurde.

Dale Carnegie beschreibt, dass alles im Leben davon abhängt, wie wir denken. Denken wir optimistisch, verhalten wir uns dementsprechend. Sehen wir „Probleme“ als Herausforderungen, denen wir uns stellen möchten, werden wir dadurch motiviert. Denken wir hingegen pessimistisch, verhalten wir uns auch dementsprechend. Probleme werden als solche wahrgenommen, sie ziehen unsere Stimmung herunter und lähmen uns.

Machen wir uns also den ganzen Tag Sorgen, wird unser Leben dementsprechend verlaufen. Wir werden ständig Angst haben, etwas zu wagen, werden Angst vor den Konsequenzen und unserer Zukunft haben. Deswegen ist es so wichtig, unsere Sorgen in den Griff zu kriegen.

Sorgen

Natürlich ist es schwierig, von einem Moment auf den anderen positiv zu denken. Ein Tipp, der mir geholfen hat, ist so zu handeln, als ob man schon positiv denkt. Versetze dich in die Lage der Person, die du sein möchtest. Und dann denke aus ihrer Perspektive heraus. Tu so, als ob du schon die Person bist, die du sein möchtest.

Eine wichtige Botschaft aus dem Buch war für mich auch, sein Leben in Tageseinheiten zu gliedern. Das Leben sollte nicht in der Vergangenheit oder Zukunft stattfinden sondern in der Gegenwart. Natürlich ist es wichtig, seine Zukunft zu planen und Ziele zu haben. Trotzdem ist letztlich jeder Tag bzw. ist jeder Moment das, was zählt – und nicht das, was irgendwann in 10 Jahren ist.

Zudem konnte ich einige Tipps mitnehmen, die mir konkret gegen das Sorgenmachen helfen. Besonders im Kopf geblieben sind mir folgende:

Akzeptiere das Unvermeidliche

Manche Dinge, über die wir uns sorgen, können wir sowieso nicht vermeiden. Sie liegen einfach nicht in unserer Macht. Wieso als darum sorgen? Dale Carnegie zitiert das Gelassenheitsgebet:

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Gelassenheitsgebet

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Wie wahrscheinlich ist es, dass das, um das ich mich sorge, tatsächlich eintrifft? Oft sorgen wir uns um Dinge, die extrem unwahrscheinlich sind. Wenn also die Wahrscheinlichkeit meiner Sorge nur bei 10% liegt – warum dann überhaupt sorgen?

Problemanalyse: Sorgen rational analysieren

Hierbei schreibt man folgendes auf:

  1. Worüber mache ich mir Sorgen?
  2. Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?
  3. Für welche Lösungsmöglichkeit entscheide ich mich?
  4. Wie und wann setze ich meine Entscheidung in die Tat um?

Nachdem man für die Schritte für jede seiner Sorgen einzeln befolgt hat, bekommt man eine andere, neutralere Sicht auf die Sorgen. Zudem trifft man eine konkrete Entscheidung, die einem dabei hilft, die jeweilige Sorge loszuwerden. Sobald man diese Entscheidung getroffen hat, sollte man nicht mehr zurückblicken sondern es einfach tun.

Die schlimmsten Konsequenzen analysieren und dann verhindern

Notiere Antworten zu den folgenden Fragen:

  1. Was könnte als Schlimmstes passieren?
  2. Das Schlimmste notfalls akzeptieren
  3. In Ruhe dafür sorgen, dass das Schlimmste nicht eintritt

Wenn man bereits die schlimmste Konsequenz akzeptiert hat, ist die Sorge nichtig geworden. Man kann so mit einem kühleren Kopf dafür sorgen, dass die schlimmste Sache nicht eintritt. Sollte sie doch eintreten, hat man sich ja bereits damit abgefunden und wird es nicht mehr so schlimm finden.

2. Jetzt! (Eckhart Tolle)

Aus diesem Buch habe ich vor allem eine Botschaft mitgenommen: Mehr im Jetzt zu leben. Nachdem ich die Wichtigkeit davon schon in Dale Carnegies Buch gelesen hatte, hat es sich hier nochmal verfestigt.

Jetzt

Ich habe gelernt, dass wir immer nur im jeweiligen Jetzt leben können. Egal, ob wir an Vergangenheit oder Zukunft denken – diese Gedanken finden alle im jeweiligen Jetzt statt. Wir können zudem im jeweiligen Jetzt unsere Zukunft planen. Die Zukunft wird sich aber erst im zukünftigen Jetzt bewahrheiten – oder eben nicht. Niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Alles, was wir tun können, um sie positiv beeinflussen können, entscheidet sich im Jetzt. Deswegen ist es so wichtig, das Beste aus jedem Moment zu machen.

3. Die 7 Wege zur Effektivität (Stephen Covey)

Stephen Covey beschreibt in seinem Buch sieben Wege, die einem zu einem erfolgreicheren Leben verhelfen können. Es handelt sich einerseits um Prinzipien, die man unabhängig von anderen erfüllen kann und andererseits um solche, die nur in Zusammenarbeit mit anderen erfüllt werden können. Zudem gibt es ein Prinzip, das die Grundlage für all diese Prinzipien ist.

1. Proaktiv sein

Dieses Prinzip kann man unabhängig von anderen Personen erfüllen. Es geht darum, dass man nicht auf Umstände, die im Leben passieren, reagiert – sondern stattdessen proaktiv handelt. Man sagt also beispielsweise nicht: „Es regnet heute, also ist Sport machen nicht möglich“, sondern: „Ich entscheide mich bewusst, trotz des Regens Sport zu machen, um meinem Ziel näherzukommen“.

2. Schon am Anfang das Ende im Sinn haben

Dieses Prinzip kann man auch unabhängig von anderen Personen erfüllen. Es bedeutet, dass man sich ausmalt, was man am Ende seines Lebens erreicht haben möchte. Wenn du weißt, was im Leben wirklich für dich zählt, wirst du bessere Entscheidungen treffen und erfolgreicher sein. Eine konkrete Übung, um deine Lebensvision herauszufinden, habe ich bereits in einem anderen Blogbeitrag beschrieben (klicke dafür einfach auf den Link).

3. Das Wichtigste zuerst tun

Auch dieses Prinzip geschieht vor allem unabhängig von anderen Personen. Es ist wichtig, zwischen dringenden und wichtigen Aufgaben zu unterscheiden.

Es gibt:

  • wichtige und dringende Aufgaben
  • wichtige, aber nicht dringende Aufgaben
  • dringende, aber nicht wichtige Aufgaben
  • weder dringende, noch wichtige Aufgaben

Besonders wichtig, um erfolgreich zu werden, sind die wichtigen, aber nicht dringenden Aufgaben. Das wären zum Beispiel Zeit mit der Familie oder ein Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung.

4. Gewinn/Gewinn – Denken

Dieses Prinzip beruht auf Interdependenz und ist damit geprägt von gegenseitiger Abhängigkeit. Es muss nicht nur Beziehungen geben, in der einer verliert und der andere gewinnt. Ziel in der Zusammenarbeit mit anderen ist es, dass beide einen Nutzen daraus ziehen – ansonsten sollte die Zusammenarbeit nicht stattfinden.

5. Erst verstehen, dann verstanden werden

In der Kommunikation mit anderen ist es wichtig, nicht nur darauf aus zu sein, selbst verstanden zu werden. Viele Menschen hören anderen nicht richtig zu, sondern warten nur darauf, selbst sprechen zu können. So kommt es zu Missverständnissen oder Streit, weil sich die andere Person unverstanden fühlt.

Versuche also, andere Personen wirklich zu verstehen, bevor du antwortest. Versetze dich in ihre Perspektive und verstehe ihren Standpunkt.

6. Synergien schaffen

Erfolg

Auch dieses Prinzip beruht auf Interdependenz. Man kann es sich so vorstellen, dass in der Zusammenarbeit nicht 1+1=2 sein muss, sondern 1+1=9, 10, oder noch viel mehr. Man kann also, wenn man mit anderen Menschen zusammenarbeitet, viel mehr erreichen, als allein.

7. Die Säge schärfen

Dieses Prinzip umrundet alle anderen Prinzipien. Es bedeutet, dass man sich genügend Zeit für sich und seine persönliche Entwicklung nehmen sollte denn ohne diese wird keiner der anderen Wege langfristig funktionieren können.

Speziell geht es darum, sich auf körperlicher, mentaler, spiritueller und sozialer/emotionaler Ebene immer weiterzuentwickeln.

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.). Derzeit mache ich zudem meinen Master in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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