Deutsches Thanksgiving am 3. Oktober

Deutsches Thanksgiving am 3. Oktober

Der 3. Oktober wäre als Tag der Deutschen Einheit eine perfekte Möglichkeit, um Deutschland zu mehr Dankbarkeit zu verhelfen findet zumindest Heidi von Einfach mal einfach. In Amerika gibt es bereits Thanksgiving, doch einen Tag, der dem in Deutschland nahekommt, existiert nicht. Dabei gäbe es dafür doch eigentlich keinen besseren Tag als den 3. Oktober. In diesem Blogbeitrag stelle ich dir ein mögliches deutsches Thanksgiving-Ritual vor, mit dem du als Einzelperson zu mehr Dankbarkeit gelangen kannst.

Dankbarkeit wirkt sich erwiesenermaßen auf das mentale Wohlbefinden aus. Beispielsweise hat eine Studie von Emmons und McCullough (2003) gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig auflisten, für was sie dankbar sind, sich besser fühlen als solche, die dies nicht tun. Es gibt also Hinweise dafür, dass es sich positiv auf unsere Emotionen auswirkt, wenn wir uns bewusst auf das fokussieren, für das wir dankbar sind.

Wie wäre es also, wenn du mit diesem Ritual am 3. Oktober beginnst? Du könntest dir an diesem Tag einfach mal Zeit für dich nehmen. In der Natur spazieren gehen, ein Bad nehmen, vielleicht in die Sauna gehen oder einfach mit einem Tee und einer Decke eingekuschelt auf dem Sofa sitzen. Frage dich dabei, für was du in deinem Leben alles dankbar sein kannst.

Schreibe auf, wofür du alles dankbar bist

Nimm (am besten, wenn du dich nicht mehr im Wasser oder in der Sauna befindest :D) Zettel und Stift zur Hand. Wenn du motiviert bist, nimm gerne ein leeres Notizbuch, das du danach weiter benutzen kannst. Schreibe nun auf, für was du alles dankbar bist. Das kann alles sein, was dir gerade einfällt. Vielleicht ist es der Tee, den du gerade trinkst, vielleicht ist es die Beziehung mit deinem Partner, vielleicht dein neues Auto – ganz egal. Wichtig ist, dass du selbst bei dem Gedanken an das, was du aufschreibst, Dankbarkeit empfindest.

Hier sind ein paar Fragen, die dir helfen können:

  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Wer oder was hat dich das letzte Mal zum Lachen gebracht?
  • Welche Person hat dir in deinem bisherigen Leben am meisten geholfen?
  • Was hat dich zuletzt inspiriert oder berührt?
  • Wo oder bei wem fühlst du dich am wohlsten?
  • Was hast du in deinem Leben schon alles geschafft?
  • Was sind deine bisherigen Highlights in diesem Jahr?

Wenn du dieses Ritual einführst, wirst du lernen, deinen Blickwinkel mehr und mehr auf die positiven Dinge im Leben zu richten – anstatt immer nur das zu sehen, was schlecht läuft. Und selbst wenn du schon als Optimist durchs Leben gehst, ist es ein schönes Gefühl, die Dinge, die man hat, mal ganz besonders zu schätzen.

Der 3. Oktober könnte also ein Startpunkt für dieses neues Ritual sein. Schreibe an diesem Tag ausführlich über die Dinge im Leben, für die du dankbar bist. Und wenn daraus dann sogar ein Dankbarkeitstagebuch wird, umso besser 😊. Darin könntest du zum Beispiel jeden Morgen oder Abend drei Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist oder, die an dem jeweiligen Tag besonders gut liefen.

In meinen Augen könnte unsere Gesellschaft insgesamt dankbarer werden, wenn die Einzelpersonen mehr über sich selbst und das, was sie im Leben haben, reflektieren. Denn wer weiß, was er hat, wird weniger Neid gegenüber anderen empfinden und zufriedener mit sich selbst sein.

Literaturangaben

Emmons, R. A. & McCullough, M. E. (2003). Counting Blessings Versus Burdens: An Experimental Investigation of Gratitude and Subjective Well-Being in Daily Life. Journal of Personality and Social Psychology, 84(2), 377–389. doi: 10.1037/0022-3514.84.2.377

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.). Derzeit mache ich zudem meinen Master in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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