Keine Freunde? – So lernst Du, sympathischer zu wirken und neue Leute kennenzulernen

Keine Freunde? – So lernst Du, sympathischer zu wirken und neue Leute kennenzulernen

Hast du Schwierigkeiten damit, neue Leute kennenzulernen? Eine Ursache hierfür könnte beispielsweise ein geringes Selbstwertgefühl sein. Wenn du dich oft klein fühlst und denkst, es nicht wert zu sein, dass andere mit dir Zeit verbringen – wie sollst du dann Freunde finden? Sollte deine Ursache hier liegen, lies gerne meinen Blogbeitrag zum Thema, wie du dein Selbstwertgefühl steigern kannst.

Sollten deine Schwierigkeiten damit, Freunde zu finden, nicht an persönlichen Unsicherheiten liegen, können dir die folgenden Punkte helfen. Wichtig dabei ist, dass die Grundlage für alle diese Punkte Authentizität ist. Wenn du unehrlich bist und die Punkte ausnutzt, um Leute zu manipulieren, wirst du mit Sicherheit nicht gut bei ihnen ankommen. Zudem merken Leute oft, wenn man nicht authentisch ist.

1. Lächeln

Stell dir vor, du bist neu in einer Gruppe. Zu wem würdest du dich eher hingezogen fühlen: Zu der Person, die dich freundlich anlächelt oder der Person, die arrogant wegschaut? Die Antwort auf diese Frage ist offensichtlich.

Ich kenne es selbst, dass das „entspannte Gesicht“ eben kein Lächeln ist, sondern meist eher ein eher arroganter oder böser Blick. Auch, wenn das gar nicht böse gemeint ist. Leider ändert das nichts an der Tatsache, dass wir dadurch nicht gerade sympathisch wirken.

Gewöhne dir wenigstens in Kennlernsituationen oder sonstigen Gesprächen mit neuen Leuten an, freundlich zu schauen und zu lächeln. Das kannst du übrigens auch vor dem Spiegel üben und verbesserst so nebenbei schnell deine Laune. 😊

Ein weiter Vorteil des Lächelns ist außerdem, dass du vielleicht gar nicht die Initiative ergreifen musst, um andere Menschen anzusprechen. Schaust du freundlich, erhöhst du auch die Wahrscheinlichkeit, dass andere mutiger werden, dich anzusprechen. Du wirkst sympathisch und nicht, als würdest du negativ über sie denken.

2. Aufrichtiges Interesse zeigen

Die meisten Menschen reden gerne von sich selbst, wenn man ihnen das Gefühl gibt, man interessiere sich für sie. Eine gute Möglichkeit, um Interesse zu zeigen, ist es, Fragen zu stellen. Damit meine ich natürlich nicht willkürliche Fragen oder, dass du nach jedem Satz der anderen Person eine neue Frage zu einem völlig fremden Thema stellen sollst.

Höre der Person aufmerksam zu, nicke, zeige Verständnis und stelle an den richtigen Stellen Fragen. Wenn eine Person beispielsweise eine Geschichte erzählt, könntest du an Stellen, die dich interessieren, genauer nachfragen. Lass die andere Person auf diese Weise reden. Sie wird danach das Gefühl haben, ein tolles Gespräch geführt zu haben, obwohl du eigentlich selbst kaum etwas gesagt hast.

Es kommt auch gut an, wenn du dir Dinge wie Geburtstage oder Namen merkst. Wenn du den Geburtstag einer Person gehört hast, notiere ihn dir am besten in deinem Kalender, damit du ihn nicht vergisst. Und wenn der Tag gekommen ist, kannst du der Person dann gratulieren und ihr somit zeigen, dass du an sie gedacht hast.

3. Anerkennung und Dankbarkeit zeigen

Wenn einer Person etwas gelungen ist, erkenne diese Leistung an. Lobe die Person und gönne es ihr, anstatt neidisch zu sein. Zeige der Person, dass du sie und ihre Leistung schätzt.

Hat eine Person etwas für dich getan, egal, wie klein diese Sache auch ist, zeige Dankbarkeit. Bedanke dich bei der Person und zeige ihr, dass es dir viel bedeutet, was sie für dich getan hat.

4. Den Anderen ermutigen und ihm helfen

Wenn du dich ehrlich für andere Personen interessierst, wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis diese dir persönliche Anliegen anvertrauen. Vielleicht fragt eine Person dich, ob sie eine bestimmte Entscheidung wirklich wagen soll oder fragt dich in einer bestimmten Sache um Rat.

Wenn du es dir zutraust, helfe der Person bei ihren Anliegen und/oder ermutige sie, bestimmte Dinge zu tun. Vielleicht hat die Person längst entschieden, eine bestimmte Sache zu tun, braucht aber noch eine Bestätigung von außen – diese kannst du ihr geben, indem du ihr gut zuredest und sie ermutigst, es zu wagen.

5. Empathie entwickeln

Versuche, die Dinge aus der Perspektive des Anderen zu sehen. So lernst du, Verständnis für andere zu entwickeln. Vielleicht diskutierst du mit einer Person über etwas und dir kommt es so vor, als hätte sie keine Ahnung und, als würdest du gegen eine Wand reden. Halte einen Moment inne und versuche dich, in die Lage des Anderen zu versetzen. Ergibt seine Argumentation vielleicht aus dieser Perspektive Sinn?

Sage also nicht Dinge wie „Das ist falsch“ oder „Du bist dumm“, denn sie führen zu nichts. Die andere Person wird sich angegriffen fühlen, versuchen, sich zu rechtfertigen und niemand wird glücklich aus eurem Gespräch gehen.

Wenn du denkst, dass eine Person wirklich einen Fehler gemacht hat, formuliere dies sehr vorsichtig und nicht gerade in einer angespannten Situation. Kritisiere sie nicht, sondern spreche eher davon, was du dir wünschen würdest.

6. Eigene Fehler zugeben

Wenn du feststellst, dass du selbst einen Fehler gemacht hast, gib diesen zu. Versuche nicht, dich irgendwie zu verteidigen und es so darzustellen, als hättest du Recht (obwohl du innerlich weißt, dass es nicht so ist). Entschuldige dich stattdessen für das, was du falsch gemacht hast.

Sicherlich ist dieser Punkt nicht der Einfachste und erfordert, dass du über deinen eigenen Schatten springst. Trotzdem ist er sehr wirkungsvoll und zeigt anderen, dass du fähig dazu bist, einzusehen, wenn du im Unrecht bist. Du bist ein entspannter Gesprächspartner, der reflektiert ist und sich ehrlich seine eigenen Fehler eingestehen kann.

7. Kleine Höflichkeiten in der Sprache einbringen

Die Sprache ist ein mächtiges Instrument, das wichtig ist, wenn du gut bei anderen Menschen ankommen möchtest. Beispielsweise kannst du Formulierungen einbringen wie „Dürfte ich..“ oder „vielen Dank“.

Literaturangaben

Carnegie, D. (2011). Wie man Freunde gewinnt Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden (10. Aufl.). Frankfurt am Main: Fischer Verlag.

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.); zudem beginne ich in wenigen Wochen mein Masterstudium in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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