Meditation

Meditation

In meinem vorherigen Blogbeitrag habe ich darüber geschrieben, dass das Leben im Jetzt für mich der Grundstein ist, um Entspannung erleben zu können. Wer immer in Vergangenheit und Zukunft lebt anstatt den gegenwärtigen Moment zu genießen, wird nur sehr schwer entspannen, Ängste überwinden und/oder Stress abbauen können.

Meditation kann ein Weg sein, um zu lernen, mehr im gegenwärtigen Moment zu leben und weniger Stress zu empfinden. Der Begriff Meditation kommt aus dem Lateinischen „meditatio“, was „das Nachdenken“ bedeutet (Duden, o. D.) Laut Wikipedia ist Meditation eine

„in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis“.

Unter Meditation versteht man eine Handlung, in der der Meditierende sehr fokussiert und aufmerksam ist und sich zudem des gegenwärtigen Moments bewusst ist (Perazzo, 2018). Dabei möchte der Meditierende Stressfaktoren „vorbeiziehen“ lassen und sein körperliches und mentales Wohlbefinden steigern. Das heißt nicht unbedingt, dass Meditation zwingend als Entspannungsübung verwendet wird – sie kann auch einen anderen Zweck erfüllen. Daher gibt es verschiedenste Formen von Meditation. Beispielsweise gibt es Meditationen, die in einer völlig ruhigen Umgebung durchgeführt werden, geführte Meditationen, Meditation mit Musik, usw.

Meditation

Auch, wenn es so viele verschiedenen Meditationsformen gibt, haben die meisten Formen vier gemeinsame Elemente (National Center for Complimentary and Integrative Health, 2017):

  1. einen ruhigen Ort mit möglichst wenig Ablenkung,
  2. eine bestimmte und gemütliche Körperhaltung (liegend, sitzend, stehend, gehend,…),
  3. einen Schwerpunkt, auf den die Aufmerksamkeit gerichtet ist (zum Beispiel auf den Atem oder auf ein bestimmtes Wort),
  4. eine offene Haltung (Ablenkungen, die während der Meditation auftreten, kommen lassen und nicht bewerten).

Konzentrations- und Achtsamkeitsmeditationen

Zudem gibt es zwei Oberkategorien, in die die Vielzahl von Meditationen eingeordnet werden können – Konzentrations- und Achtsamkeitsmeditationen (Kabat-Zinn, 1982).

In Konzentrationsmeditationen wird die Aufmerksamkeit auf eine Sache gerichtet, beispielsweise ein Mantra, der Atem oder ein Bild. Andere geistige Abläufe, die stattfinden, werden bei dieser Meditation als Ablenkung gesehen. Die bekannteste Konzentrationsmeditation ist die Transzendentale Meditation.

In Achtsamkeitsmeditationen (auch: Einsichtsmeditationen) wird Konzentration vorausgesetzt. Jedoch gilt die Aufmerksamkeit hier nicht nur einer Sache, sondern die Aufmerksamkeit wandert. Die Objekte, die der Meditierende beobachtet, wechseln somit während der Meditation. Zunächst wird die Aufmerksamkeit meist auf den Atem gerichtet und wie dieser ein- und ausströmt. Danach ist es üblich, verschiedenste Dinge zu beobachten – Körperempfindungen, Gedanken, Emotionen, Wahrnehmungen, Fantasien, usw. Diese sollen hierbei nicht beeinflusst werden, sondern so hingenommen werden, wie sie sind.

Meditation

Im Gegensatz zur Konzentrationsmeditation, in der andere geistige Abläufe als Ablenkung gelten, ist dies in der Achtsamkeitsmeditation nicht der Fall. Im Gegenteil: Nichts wird als Ablenkung gesehen, sondern nur als anderes Objekt der Beobachtung. Wenn der Meditierende beginnt, über Dinge nachzudenken, die ihn z. B. belasten, kann dieser seine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zurückbringen, indem er beispielsweise seinen Atem beobachtet.

Literaturangaben

Duden (o. D.). Meditation, die. Verfügbar unter https://www.duden.de/rechtschreibung/Meditation [31.07.2018].

Kabat-Zinn (1982). An Outpatient Program in Behavioral Medicine for Chronic Pain Patients Based on the Practice of Mindfulness Meditation: Theoretical Considerations and Preliminary Results. General Hospital Psychiatry, 4(1), 33-47. doi: 10.1016/0163-8343(82)90026-3

National Center for Complimentary and Integrative Health (2017). Meditation: in depth. Verfügbar unter https://nccih.nih.gov/ health/meditation/overview.htm [31.07.2018].

Perazzo, J. (2018). Meditation – A Strategy with Promise in Chronic Disease. Journal of Cardiovascular Nursing, 33(2), 135-136. doi: 10.1097/JCN.0000000000000434

Wikipedia (o. D.). Meditation. Verfügbar unter https://de.wikipedia.org/wiki/Meditation [31.07.2018].

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.); zudem beginne ich in wenigen Wochen mein Masterstudium in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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