Endlich wacher und enthusiastischer durch den Tag gehen

Endlich wacher und enthusiastischer durch den Tag gehen

Viele von uns haben oft mit starker Müdigkeit und Erschöpfung zu kämpfen. Das macht es natürlich schwierig, Motivation für Dinge zu finden, die zu erledigen sind. Noch schwieriger wird es, diese Dinge nicht einfach zu erledigen, weil man eben muss, sondern sie sogar mit Elan und Enthusiasmus zu tun.

Was kann ich tun, wenn mir meine Müdigkeit ständig im Weg steht?

  1. Herausfinden, woher die ständige Müdigkeit kommt

Physische Ursachen

Physische Ursachen können zum Beispiel ein Eisenmangel, Vitamin D- Mangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, Schlafmangel, zu wenig Bewegung, Über-/Untergewicht oder eine schlechte Ernährung sein.

Wenn du den Verdacht hast, dass eine dieser Ursachen auf dich zutreffen könnte, kläre sie am besten mit deinem Arzt ab. Dieser kann dir helfen und dich beraten. Auf einige der Bereiche gehen ich zudem weiter unten ein.

Psychische Ursachen

Oft spielen aber auch psychische Ursachen eine Rolle. Zu nennen wären hier beispielsweise eine depressive Verstimmung, Ängste, Sorgen und Stress. Auch hier kann ein Arzt, vielleicht auch ein Psychologe, dir Tipps geben und dir helfen. Außerdem kann dir der folgende Teil dieses Beitrags helfen.

  1. Etwas gegen die ständige Müdigkeit unternehmen

Auch ich habe lange unter Erschöpfung und fehlendem Enthusiasmus gelitten. Nachdem mein Arzt festgestellt hat, dass es sich bei mir nicht um eine körperliche Ursache handelt, habe ich selbst einige Dinge ausprobiert, um meiner Müdigkeit entgegenzuwirken. Dadurch hat sich zum Glück schon einiges verbessert. 😊

Daher werde ich dir im Folgenden Tipps geben, die mir selbst dabei geholfen haben, meine Erschöpfung zu reduzieren und enthusiastischer durch den Tag zu gehen. Wenn du jedoch merkst, dass es dadurch nicht besser wird, solltest du am besten nochmal mit deinem Arzt sprechen.

Enthusiasmus

  • Bewegung an der frischen Lust

Mache es dir zur Gewohnheit, regelmäßig spazieren zu gehen. Wenn du eine Person bist, die das Gefühl hat, einen Mittagsschlaf zu brauchen, könntest du stattdessen mal einen Spaziergang machen und gucken, wie sich das auf deine Wachheit auswirkt.

Bei mir war es so, dass ich mir einfach angewöhnt hatte, jeden Tag einen Mittagsschlaf zu machen. Ich hatte meinen Körper darauf gepolt, zu einer bestimmten Zeit müde zu werden auch, wenn ich nachts genug geschlafen hatte. Nach dem Mittagsschlaf – der auch gerne mal länger dauerte als geplant – habe ich mich meist eher „eingematscht“ und nicht sonderlich wacher gefühlt.

Anfangs muss man sich teils regelrecht dazu zwingen, einen Spaziergang zu machen, statt zu schlafen oder einfach auf dem Sofa herumzusitzen. Aber, wenn du dich immer und immer wieder dazu überwindest, wirst du dich daran gewöhnen – und die positiven Effekte spüren.

  • Beschäftigung

Das klingt jetzt erst einmal komisch, weil Müdigkeit ja oft dadurch entsteht, dass wir gestresst sind und uns übernehmen. Ich meine mit Beschäftigung aber keine Dinge, die Stress in uns auslösen. Mehr meine ich, dass wir, wenn wir Müdigkeitssymptome bemerken, etwas tun, was uns von dem Gedanken daran ablenkt.

Ich habe das Gefühl, dass ich so leicht erschöpft bin, weil ich auch in meinem Kopf habe, schnell erschöpft und müde zu sein. Manchmal habe ich Momente, in denen ich einen „Flow“ erlebe und völlig in meiner Aufgabe versinke – ohne die geringsten Anzeichen von Müdigkeit. Stelle ich dann fest, dass doch jetzt Mittag ist und ich eigentlich müde sein müsste, werde ich plötzlich ganz schläfrig.

BeschaeftigungJe mehr ich mir angewöhne, dieser Schläfrigkeit entgegenzuwirken, indem ich beispielsweise spazieren gehe, koche, mich mit Freunden treffe oder sonstige Dinge tue, bei denen ich in gewisser Weise aktiv sein muss, desto weniger schläfrig bin ich. Habe ich einmal mein Müdigkeitstief überwunden, wird es besser und ich bin wieder wach.

Nach und nach automatisiert sich dieser Prozess – ich schlafe nicht, sondern tue stattdessen etwas, das mir Spaß macht und mich wach hält. Und mein Körper versteht auch immer mehr, dass ich nicht müde sein muss, nur, weil jetzt gerade Mittagszeit ist.

  • Kaltes Wasser ins Gesicht oder am offenen Fenster atmen

WachheitWenn es mal schnell gehen muss und du einen „Wachheitsschub“ haben möchtest, kannst du dir dein Gesicht mit kaltem Wasser waschen oder alternativ am offenen Fenster atmen. Zum Beispiel könntest du das tun, wenn du eigentlich gerne einen Mittagsschlaf machen würdest, aber genau weißt, dass du dich danach nur noch matschiger fühlst. Durch das kalte Wasser bzw. die frische Luft bekommst du neue Energie und schaffst es vielleicht sogar, deinen „Müdigkeitsschub“ zu überwinden.

  • Ausreichender und vor allem regelmäßiger Schlaf

Finde heraus, wie viel Schlaf dir gut tut und sorge dafür, dass du vor allem regelmäßig schläfst. Ich zum Beispiel war an manchen Tagen nur bis 23 Uhr wach, an anderen dann bis 3 Uhr. Dementsprechend habe ich dann manchmal nur bis 7 Uhr, an anderen Tagen aber bis 11 Uhr oder länger geschlafen.

Bei mir hatte die Umstellung auf einen geregelteren Schlafrhythmus eine große Auswirkung. Seitdem ich regelmäßiger schlafe und herausgefunden habe, wie viel Schlaf mir gut tut, hat sich bzgl. meiner ständigen Müdigkeit einiges verbessert. Bei mir ist es übrigens auch wichtig, dass ich nicht zu lange schlafe. Ich könnte problemlos 10 Stunden schlafen, fühle mich danach aber alles andere als wach.

  • Sport treiben

Ich weiß, man hört überall und ständig, dass man mehr Sport machen soll. Trotzdem halte ich es für wichtig, das hier nochmal zu erwähnen. Sport und Bewegung sollte man nicht unterschätzen. Wenn wir den ganzen Tag am Schreibtisch und auf der Couch sitzen, werden wir nicht nur müde, sondern bekommen beispielsweise auch eher Rücken- oder Nackenschmerzen.

Yoga

Wenn es dir schwer fällt, dich zu motivieren, melde dich in einem Verein an oder suche dir einen Trainingspartner. Wenn du Sport generell eher verabscheust, schaffe es, ihn mit irgendeiner Art von Freude zu verbinden. Zum Beispiel könntest du Yoga machen – hier erhältst du gleichzeitig einen Entspannungseffekt und (je nach Kurs) lernst du sogar zu meditieren, was dir beim Stressabbau helfen kann.

  • Auf deine Ernährung achten

ErnaehrungAuch etwas, das man ständig hört. Aber auch eine gesunde Ernährung erachte ich für extrem wichtig, wenn man seiner dauerhaften Müdigkeit entgegenwirken möchte.

Ich möchte hier keine Ernährungsweise vorgeben, die du einhalten sollst. Finde für dich heraus, was gesund ist und für dich funktioniert. Momentan höre ich das Hörbuch „Der Ernährungskompass“ – das es natürlich auch als gebundenes Buch gibt (unbezahlte Werbung). Vielleicht ist das Buch auch etwas für dich, wenn du, basierend auf zahlreichen wissenschaftlichen Studien, etwas über eine gesunde Ernährung lernen möchtest.

Ernährung ist ein Bereich im Leben, den man meiner Ansicht nach nicht vernachlässigen sollte. Es ist ein Bereich, der von vielen unterschätzt wird und doch gleichzeitig so wichtig und eigentlich total leicht umzusetzen ist, wenn man weiß, wie es für einen funktioniert.

  • Eine Lebensvision finden, die dich antreibt

Wenn du nichts hast, für das du gerne aufstehst, sind Müdigkeit und fehlender Enthusiasmus vorprogrammiert. Du braucht eine Lebensvision, etwas, für das du jeden Tag gerne aufstehst. Am besten, als wäre dein Geburtstag, als du noch ein Kind warst. Wahrscheinlich warst du so aufgeregt und enthusiastisch, dass du es kaum erwarten konntest, aufzustehen. Wenn du es schaffst, dieses Gefühl zu kreieren, wirst du es schaffen, morgens mit mehr Motivation aufzustehen und auch über den Tag wacher und motivierter zu sein.

Eine Übung, die dir hilft, deine Lebensvision herauszufinden, heißt Mein 80. Geburtstag. Von der Perspektive deines 80-jährigen Ichs schaust du in dieser Aufgabe auf dein Leben zurück. Wenn dich das interessiert: Ich habe bereits zu der Übung „Mein 80. Geburtstag“ einen Blogbeitrag geschrieben (klicke dafür einfach auf den Link).

  • Überplane dich nicht

UeberplanungVermeide es, dir zu viel auf einmal vorzunehmen. Es ist toll, wenn du die Motivation findest, deinen Tag zu planen oder dir Ziele zu setzen. Trotzdem: Nimm dir nicht viel mehr als drei To Dos pro Tag bzw. generell nicht mehr als drei große Ziele auf einmal vor. Ansonsten läufst du Gefahr, schnell überfordert zu sein.

Wenn du dann am Ende des Tages doch mehr als drei To Dos geschafft hast, ist das natürlich auch super. Das Gefühl, mehr geschafft zu haben als geplant, ist immer gut. Wenn du dir dagegen von Anfang an 10 To Dos gesetzt hättest, die sowieso unmöglich schaffbar gewesen wären, wärst du sehr wahrscheinlich nur frustriert gewesen.

Wenn du dir also dauerhaft viel zu viele Ziele und To Dos auf einmal setzt, wirst du früher oder später erschöpft und müde sein. Bist du eine Person, die am liebsten alles auf einmal will und sich gerne überplant, solltest du mal überlegen, ob deine Müdigkeit hier ihren Ursprung haben könnte.

Fazit

Ich habe in diesem Beitrag vor allem Punkte genannt, die dich dazu bringen, durch bestimmte Gewohnheiten bewusster zu leben.

Viele Menschen leben unbewusst. Sie wissen nicht, warum sie das essen, was sie essen, sitzen die meiste Zeit des Tages am Schreibtisch oder auf der Couch, ohne zu wissen, was das mit ihnen anrichtet und bewegen sich dadurch kaum. Gleichzeitig überplanen sie sich regelmäßig, haben dadurch kaum mehr Zeit für Dinge, die ihnen Spaß machen und werden müde und erschöpft. Es fällt ihnen schwer, morgens aufzustehen.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, diesem Lebensmuster entgegenzuwirken. Durch kleine Veränderungen und Gewohnheiten, die ich oben beschrieben habe, lässt sich bereits vieles verbessern. Indem du dir beispielsweise angewöhnst, regelmäßig zu schlafen und statt des Mittagsschlafs mal an der frischen Luft spazieren zu gehen, kannst du bereits deutlich wacher werden. Du musst es eben nur machen. Es ist nicht schwer. Von mal zu mal wird es leichter und wird zu einer Gewohnheit, die du als selbstverständlich ansiehst.

Zusammenfassung

Wenn du ständig müde und erschöpft bist, finde zunächst durch deinen Arzt heraus, ob die Ursache körperlich oder psychisch bedingt ist. Zudem hilft Folgendes:

  • Bewege dich an der frischen Luft
  • Beschäftige dich mit etwas, das dir Spaß macht – komme so in einen „Flow“ und überwinde deinen Müdigkeitsschub
  • Wasche dein Gesicht mit kaltem Wasser oder atme am offenen Fenster
  • Schlafe ausreichend und vor allem regelmäßig
  • Treibe Sport (gerne auch in Kombination mit Entspannung, z. B. Yoga)
  • Ernähre dich bewusst (Warum isst du das, was du ist? Könnte deine Ernährung evtl. mit deiner ständigen Müdigkeit zusammenhängen?)
  • Finde etwas, das dich antreibt (habe eine Lebensvision)
  • Überplane dich nicht

Literaturangaben

Müller, I. (2016). Müdigkeit. Verfügbar unter https://www.netdoktor.de/symptome/muedigkeit/ [28.11.2018].

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.). Derzeit mache ich zudem meinen Master in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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