Wie Du Deine Neujahrsvorsätze endlich erreichst

Wie Du Deine Neujahrsvorsätze endlich erreichst

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und die Zeit der Neujahrsvorsätze geht wieder los. Im Januar sind dann wieder die Fitnessstudios überfüllt, die Menschen nehmen sich vor, abzunehmen oder versuchen sich an veganer Ernährung. Nach maximal einem Monat ist es dann meistens wieder vorbei. Die Fitnessstudios sind so voll oder leer wie immer und die Diäten sind gescheitert.

Ich hatte vor einigen Jahren mal das Ziel, eine Beziehung zu beginnen – um dann noch nicht einmal auf Dates zu gehen. Das Scheitern war also vorprogrammiert. Und trotzdem habe ich mich am Ende beschwert, nie den Richtigen zu finden.

Ziele und Gewohnheiten

Wenn ich mir Vorsätze fürs neue Jahr setze, hilft es mir, zwischen Zielen und Gewohnheiten zu unterscheiden. Ein Ziel steht am Ende und ist etwas, auf das du hinarbeitest. Eine Gewohnheit ist im Grunde genommen das, was du zum Erreichen des Ziels tun musst. Als Beispiel: Dein Ziel ist es, am Ende des Jahres 10 kg abgenommen zu haben. Die Gewohnheit wäre dann, deine Kalorienzahl zu reduzieren und mehr Sport zu machen.

Ziele SMART setzen

Setze deine Ziele mit Hilfe der folgenden fünf Schritte:Ziele

  • Spezifisch: Formuliere dein Ziel konkret. Wenn dir selbst nicht klar ist, was genau dein Ziel ist, wirst du es nicht erreichen können.
  • Messbar: Lege fest, was passiert sein muss, damit du dein Ziel erreicht hast.
  • Attraktiv: Das Ziel sollte für dich attraktiv sein, d. h., du solltest dich damit identifizieren können und es wirklich wollen. Ein Ziel, das jemand anderes dir vorlegt, wird dich nicht glücklich machen.
  • Realistisch: Formuliere zwar ruhig hohe, aber trotzdem realistische Ziele. Ansonsten ist Scheitern vorprogrammiert, da du schnell die Motivation verlieren wirst, ein unmögliches Ziel zu erreichen.
  • Terminiert: Lege fest, bis wann du das Ziel erreicht haben möchtest.

Einen Plan zur Zielerreichung erstellen

Ein konkretes Ziel ist schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung. Mit der SMART-Methode hast du herausgefunden, was passiert sein muss, damit du dein Ziel erreicht hast. Zudem hast du festgelegt, wann du das Ziel erreicht haben möchtest.

Jetzt fehlen nur noch die Zwischenschritte zur Erreichung des Ziels. Du weißt nämlich noch nicht genau, was du in welchem Monat und in welcher Woche tun musst. Du weißt vielleicht, dass du am Ende des Jahres 10 kg abgenommen haben wirst. Trotzdem musst du einen Plan haben, wie genau du das anstellen wirst. Zum Beispiel, indem du dir einen Fitnesstrainer suchst, der dich unterstützt, jede Woche 2x zum Sport gehst und nur eine bestimmte Kalorienmenge isst.

Plan

Hast du dein Ziel konkret gesetzt, einen Plan zur Erreichung erstellt und folgst diesem mit Durchhaltevermögen, wirst du dein Ziel früher oder später erreicht haben. Funktioniert etwas nicht, musst du entweder deinen Plan oder dein Ziel anpassen. Es könnte sein, dass dein Plan zu schwammig formuliert ist oder du dir zu viel auf einmal vorgenommen hast. Vielleicht stellst du aber auch fest, dass das Ziel nicht das ist, was du wirklich willst. Zwinge dich dann nicht, es trotzdem zu verfolgen.

Und noch ein wichtiger Punkt: Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor! Ungefähr drei (bis maximal fünf) Ziele sollten erst einmal genug sein. Je nachdem, wie hoch deine Ziele sind und, ob sie eine große Veränderung darstellen, macht es sogar Sinn, mit nur einem Ziel zu beginnen und nach und nach zu erhöhen.

Gewohnheiten

Für mich wäre eine Gewohnheit beispielsweise, mich langfristig gesünder und ausgewogener zu ernähren. Dafür könnte ich mir ein konkretes Ziel setzen, zum Beispiel „am Ende des Jahres habe ich nur zwei Mal Schokolade gegessen“. Allerdings ist dieses Ziel nicht so richtig attraktiv für mich und ich möchte gar nicht auf alles verzichten, was ungesund ist – sondern mich einfach im Großen und Ganzen besser ernähren.

Es ist also bei manchen Vorsätzen nicht so einfach, konkrete Ziele zu formulieren bzw. vielleicht möchte man es in bestimmten Bereichen auch einfach nicht. Um trotzdem die Neujahrsvorsätze nicht aus den Augen zu verlieren, hilft es mir, einen so genannten „Habit Tracker“ (siehe Bild für ein Beispiel) zu führen. Ich lege fest, wie oft ich welche Gewohnheit machen möchte und hake dann in meinem Habit Tracker die Tage ab, an denen ich das getan habe. So behalte ich einen Überblick über meine Vorsätze und sehe, ob ich meine Gewohnheiten wirklich regelmäßig durchführe.

Gewohnheiten
Ein „Habit Tracker“ kann dir helfen, deine Gewohnheiten im Blick zu behalten

Zu solchen Gewohnheiten könnten beispielsweise auch Meditation, eine Morgenroutine oder ein geringerer Müllverbrauch zählen. Also Dinge, die einem wichtig sind, aber die keinem spezifischen Ziel zugeordnet werden können, sondern eher einem schwammig formuliertem (wie zum Beispiel: mehr Entspannung oder eine bewusstere Lebensweise).

Fazit

Neujahrsvorsätze können sehr sinnvoll sein und langfristig zu einem erfolgreicheren, glücklicheren Leben führen. Allerdings nur, wenn diese nicht sofort wieder in Vergessenheit geraten.

Nimm dir eine Weile Zeit, um deine Neujahrsvorsätze genau zu formulieren. Sind es bestimmte Ziele, die du erreichen willst? Oder ist es eine Gewohnheit, die du dir langfristig aneignen möchtest? Je nachdem kannst du dir entweder konkrete Ziele mit der SMART-Methode setzen oder deine Gewohnheiten in deinem „Habit Tracker“ notieren. Selbstverständlich kannst du auch beides kombinieren, indem du die Gewohnheiten, die zum Erreichen deines Ziels notwendig sind, dokumentierst.

Zudem ist wichtig, dass du nicht nur deine Ziele konkret formulierst, sondern auch einen konkreten Plan zur Erreichung dieser Ziele (was musst du wann tun?).

Und ganz besonders wichtig ist, dass du dir nicht zu viel auf einmal vornimmst. Denn sonst wirst du schnell überfordert sein und sehr wahrscheinlich ganz schnell wieder aufgeben. Nimm dir also lieber ein Ziel nach dem anderen vor bzw. füge nach und nach mehr Ziele hinzu, als dich zu überfordern.

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.). Derzeit mache ich zudem meinen Master in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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