Wie werde ich weniger perfektionistisch?

Wie werde ich weniger perfektionistisch?

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine meiner größten Baustellen mein Perfektionismus – und damit verbunden mein Drang nach Kontrolle – ist.

Ich will die Dinge, die ich tue, immer perfekt erledigen. Sei es meine Website, die ich optisch ständig verbessern möchte und damit extrem viel Zeit „vergeude“, die ich besser in Blogbeiträge investieren könnte. Oder sei es ein Lernplan für die Uni – alles muss in meiner persönlichen Ordnung aufgelistet sein. Einen Lernplan zu erstellen ist wichtig, keine Frage, aber so wichtig ist das Design davon dann eigentlich doch nicht. Es wäre wohl sinnvoller, diese Zeit bereits in das eigentliche Lernen zu investieren.

Ich persönlich kann diesen Perfektionismus auf fast alle Bereiche meines Lebens anwenden und er hindert mich oft daran, meinen Zielen näherzukommen. Viele Menschen kennen dieses „Problem“ – daher möchte ich dir im Folgenden einige Möglichkeiten zeigen, um deinen Perfektionismus zu verringern.

Aber Vorsicht: Setze dich weder unter Druck noch zwinge dich, deinen Perfektionismus völlig abzulegen. Das wäre nämlich wieder eine Art von Perfektionismus. Es geht eher darum, einige Dinge im Leben etwas lockerer anzugehen und nicht jede Kleinigkeit unter Kontrolle haben zu müssen.

Weniger perfektionistisch werden

Mache dir bewusst, dass du dein perfektionistisches Denken selbst erschaffst

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“ (Marcus Aurelius)

Mache dir zunächst deutlich, dass Perfektion nur in deinem Kopf existiert. Das heißt, dass du dir den ständigen Druck, alles im Griff haben und „perfekt“ machen zu müssen selbst erschaffst. Das klingt erst einmal logisch, aber sich das deutlich zu machen hilft – da dir damit bewusst wird, dass du deine Gedanken selbst kreierst. Wenn du also diese „Perfektionismus-Gedanken“ kreieren kannst, kannst du sie auch wieder abstellen, indem du bewusst deine Gedanken veränderst.

Gedanken

Konditioniere dich auf andere Gedanken

Dieser Schritt basiert auf Tony Robbins‘ Prinzip der Neuroassoziativen Konditionierung. Ziel ist in diesem Schritt ist es, dass du lernst, mit deinen neuen Gedanken Freude zu verknüpfen und mit deinen alten, perfektionistischen Gedanken Schmerz.

Wenn also deine perfektionistischen Gedanken wieder aufkommen, kannst du diese beispielsweise hinterfragen. Du kannst zum Beispiel Fragen stellen wie „Bringt es mich gerade weiter, meinen Lernplan zum 10. Mal zu überprüfen?“.

Außerdem kannst du dich fragen, wann es ausreicht, 80% des Ergebnisses zu erreichen. Wenn du also zum Beispiel einen Lernplan erstellst, reicht es nicht aus, aufzuschreiben, wann was zu erledigen ist? Brauchst du wirklich ein spezielles, aufwendiges Design für deinen Lernplan, das dich viel mehr Zeit kostet?

Wenn Gedanken aufkommen wie „Ich muss perfekt sein“, hinterfrage diese. Frage dich „Muss ich wirklich perfekt sein?“ und konditioniere dich darauf, dass du Fehler machen darfst und es eigentlich gar keinen Perfektionismus gibt.

Wenn du immer und immer wieder negative Gedanken mit deinem Perfektionismus und immer wieder Positive mit einer neuen, entspannteren Einstellung verknüpfst wird sich das Ganze automatisieren. Du wirst Dinge entspannter angehen und trotzdem mehr erreichen können, da du beginnst, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Sarah

Ich bin Sarah, 22 Jahre alt und stecke mitten im Psychologie-Studium. Auf meinem Blog zeige ich dir, wie du Ängste und Stress in den Griff bekommst, mehr entspannst und dich persönlich weiterentwickelst.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen

shares