3 Tipps, um Deine Sorgen loszuwerden

3 Tipps, um Deine Sorgen loszuwerden

Das Sorgenmachen ist der tägliche Begleiter vieler Menschen. Da ist eine Stimme im Kopf, die einem einredet, dass man bestimmte Dinge sowieso nicht schafft. Die einem einredet, dass einer geliebten Person etwas zustoßen könnte. Lähmende Gedanken wie diese führen oft zu einem Gefühl starker Angst.

Lange habe ich gedacht, dass diese Gedanken „normal“ sind und sie nicht hinterfragt, sondern einfach hingenommen. Ich habe mich ständig um meine Familie und meine Freunde gesorgt, darum, was wohl aus mir wird und darum, was an jenem Tag Schlimmes passieren könnte.

Vielleicht sind diese Gedanken „normal“, weil so viele sie in sich tragen. Ich finde aber, dass sie nicht einfach so hingenommen werden sollten. Natürlich ist es logisch, dich zu sorgen, wenn beispielsweise dein Kind seit zwei Tagen verschollen und nicht mehr aufzufinden ist. In diesem Fall wirkt die Sorge vielleicht sogar positiv, indem du dich dann aktiv um dessen Lösung kümmerst.

In den meisten Fällen sehe ich das Sorgenmachen aber eher als destruktiv an. Es lähmt eher, als dass es einem nützt. Wenn dir etwas Schlimmes zustößt, kann der verbundene Stress dich motivieren, eine Lösung zu finden. Du denkst dann viel nach, um eine Lösung zu finden – das gelingt dir aber erst dann richtig, wenn du dir keine Sorgen machst, sondern proaktive Gedanken.

Wie kann ich also meine Sorgen überwinden?

1. Lerne, in der Gegenwart zu leben

Achtsamkeit

Wenn du eine Person bist, die sich viel sorgt, wirst du oft über vergangene Dinge nachdenken. Wenn du zum Beispiel einen Vortrag in den Sand gesetzt hast, regst du dich anschließend extrem darüber auf. Du machst dir Vorwürfe, warum du dies und jenes nicht getan hast und redest dich selbst schlecht.

Du bist mit deinen Gedanken aber nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft. Du fragst dich, wie du den nächsten Vortrag meistern sollst. Was ist, wenn der genauso schlimm wird? Du malst dir die schlimmsten Katastrophenszenarien aus.

Die Lösung ist also, nicht in Vergangenheit oder Zukunft zu leben sondern im Jetzt. Das klingt logisch, ist aber leider zunächst oft schwierig umzusetzen. Die Gedanken wollen einem oft nicht gehorchen und kreisen munter weiter.

Lass dich jedoch davon nicht unterkriegen. Eigne dir Methoden an, um immer wieder zurück in die Gegenwart zu gelangen. Nimm eine Beobachterperspektive ein. Beobachte deine eigenen Gedanken. Das Beobachten deiner eigenen Gedanken gibt dir einen gewissen Abstand zu ihnen. Du kannst so rational überprüfen, ob sie Sinn ergeben oder ob deine Sorgen völlig unlogisch bzw. unwahrscheinlich sind.

Wenn du der Beobachter deiner eigenen Gedanken bist, merkst du auch, wenn du mal wieder in Gegenwart oder Zukunft abschweifst. Nimm dieses Abschweifen wahr und erinnere dich an den gegenwärtigen Augenblick. Erinnere dich daran, eine Sache nach der anderen zu machen und nicht fünf auf einmal. Nach und nach wirst du immer mehr im Jetzt leben.

Auch Meditation ist ein Weg, um deine Gedanken zu beruhigen und im gegenwärtigen Moment zu sein. Lass dich auch hier nicht unterkriegen, wenn deine Gedanken zunächst kreisen. Bei mir dauert es oft 10-15 Minuten, um meinen Kopf zu beruhigen. Ich meditiere dann einfach länger, zum Beispiel 20-30 Minuten. Ich genieße es dann, im Jetzt zu leben, und anschließend fühle ich mich deutlich konzentrierter und entspannter.

2. Analysiere deine Sorgen

Beantworte folgende Fragen:

  • Worüber mache ich mir Sorgen?
  • Welche Lösungsmöglichkeiten habe ich?
  • Welche Lösung wähle ich davon?
  • Wie und wann setze ich die Lösung um?
Sorgen analysieren

Allein das Aufschreiben deiner Sorgen kann dich bereits entlasten. Wenn du dann auch noch verschiedene Lösungsmöglichkeiten notierst, siehst du deine Sorgen in einem anderen Licht. Du hast eine Art Beobachterperspektive eingenommen und kannst logischer darüber nachdenken, was du tun kannst.

3. Beschäftige dich

Beschäftigung

Vor allem, wenn deine Sorgen „gerechtfertigt“ sind, hilft Beschäftigung. Mit gerechtfertigt meine ich hier Sorgen, die zum Beispiel das eigene Kind betreffen, das verschwunden ist. Oder um ein Familienmitglied, dass eine schlimme Diagnose bekommen hat. Also Sorgen, die man selbst nur zu einem gewissen Grad beeinflussen kann und akzeptieren muss.

Finde etwas, in dem du auf gehst. Vielleicht triffst du dich mit Freunden, arbeitest, machst Sport oder Musik.

Wichtig ist hier zu sagen, dass du deine Sorgen nicht auf Zwang unterdrücken solltest. Wenn du merkst, dass sie dich stark belasten, wäre es sinnvoll, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn du traumatische Dinge erlebt hast bzw. gerade erlebst, macht eine Therapie beispielsweise Sinn. Beschäftigung wäre dann etwas, was dir in vielen Momenten helfen und dich ablenken kann, aber durch professionelle Hilfe ergänzt werden sollte.

Wenn du eine Person bist, die sich viel sorgt, habe ich zwei Buchtipps für dich:

  1. Sorge dich nicht – Lebe! (Dale Carnegie)
  2. Jetzt! (Eckhart Tolle)

Ich habe in meinen Top Büchern 2018 bereits ausführlicher über diese Bücher geschrieben.

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.); zudem beginne ich in wenigen Wochen mein Masterstudium in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Deine Buchliste 2018 ist top! Ich liebe Buchempfehlungen, da ich über so liebe und vor allem zu diesen Themen hier auf Deiner Seite. Ich freue mich schon auf die Liste 2019 und wie sie wachsen wird 😉

    In diesem Jahr führe ich auch eine Liste – mein persönliches Ziel jeden Monat 5 Bücher zu lesen, aber nicht ausschließlich Romane, sondern überwiegend zur persönlichen Selbstentwicklung und natürlich Fachliteratur zu Ätherischen Ölen!

    1. Hallo Andrea,

      freut mich, dass die Liste meiner Lieblingsbücher 2018 dir gefällt! 🙂
      Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß beim Lesen. Meiner Meinung nach kann lesen sehr positiv für die persönliche Entwicklung und Weiterbildung sein.

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