Was ist Stress

Definition von Stress

„erhöhte Beanspruchung, Belastung physischer und psychischer Art“.

Duden

Hans Selye, der „Vater der Stressforschung“, bezeichnet Stress als

 „die Reaktion des Organismus auf jede Beanspruchung“.

Hans Selye

Wikipedia fügt außerdem hinzu, dass bestimmte Stressoren, d. h. bestimmte innere und äußere Reize, Reaktionen psychischer und physischer Art auslösen.

Stress

Stressfaktoren und Stressreaktion

Stressoren (auch: Stressfaktoren) lassen sich einteilen in physische und psychische Stressfaktoren (Roche Lexikon Medizin, 2006). Physische Stressoren sind Belastungsfaktoren, die zum Beispiel Kälte oder Verletzungen beinhalten. Psychische Stressoren sind beispielsweise Ängste, seelische Konflikte oder Leistungsdruck.

Die oben genannten Stressfaktoren benötigen eine Anpassungsreaktion, damit sie bewältigt werden können – die so genannte Stressreaktion (Struhs-Wehr, 2017). Sie beinhaltet Flucht, Kampf oder Erstarrung und ist also erst einmal „normal“, natürlich und außerdem notwendig, um unser Überleben zu sichern.

Eustress und Disstress

Es gibt sowohl positiv erlebte, als auch negativ erlebte Stressreaktionen. Positiv erlebter Stress wird als Eustress bezeichnet, negativ erlebter als Disstress (Roche Lexikon Medizin, 2006; Struhs-Wehr, 2017).

Eustress entsteht, wenn die Stressoren als Herausforderungen angesehen werden. Seyle bezeichnet diese Art von Stressreaktion als „die Würze des Lebens“. Die Reaktion ist kurz andauernd und kann dazu beitragen, tägliche Anforderungen mit „mehr Leben“ auszuführen und sogar eine höhere Leistungsfähigkeit zu erzielen (AOK, o. D.).

Die Stressreaktion, die als Disstress bezeichnet wird, entsteht, wenn die Anforderungen bzw. Stressoren nicht im Einklang stehen mit der körperlichen und geistigen Anpassungsfähigkeit. Die Stressoren werden hierbei nicht als Herausforderung, sondern eher als Bedrohung wahrgenommen (Struhs-Wehr, 2017).

Entspannung ist wichtig

Wie „gestresst“ man durch etwas ist, hängt davon ab, wie hoch man bereits vorbelastet ist und zudem von den inneren und äußeren Ressourcen, die einem zur Verfügung stehen (Struhs-Wehr, 2017). Es ist wichtig, dass nach einer stressigen Phase auch wieder eine Erholungsphase folgt. Ansonsten können negative gesundheitliche Folgen entstehen und die Leistungsfähigkeit kann eingeschränkt werden (Universität Bielefeld, o. D.).

Literaturangaben

AOK (o. D.). Wenn Stress krank macht: Unterschied zwischen Eustress und Disstress. Verfügbar unter https://aok-erleben.de/wenn-stress-krank-macht-unterschied-zwischen-eustress-und-distress [18.07.2018].

Duden (o. D.). Stress, der. Verfügbar unter https://www.duden.de/rechtschreibung/Stress [18.07.2018].

Roche Lexikon Medizin (2006). Stress. In Urban & Fischer Verlag (Hrsg.), Roche Lexikon Medizin. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH.

Selye, H. (o. D.). Stress ohne Disstress. Verfügbar unter http://www.tm-independent.de/Stress/Vortrag_Selye/hans_selye.html [18.07.2018].

Struhs-Wehr, K. (2017). Stress. In K. Struhs-Wehr (Hrsg.), Betriebliches Gesundheitsmanagement und Führung (S. 29-58). Wiesbaden: Springer. doi: 10.1007/978-3-658-14266-7_2

Universität Bielefeld (o. D.). Warnsignale und gesundheitliche Folgen von Stress. Verfügbar unter https://www.uni-bielefeld.de/Benutzer/MitarbeiterInnen/Gesundheit/neu/stress_warnsignale.html [18.07.2018].

Wikipedia (2018). Stress. Verfügbar unter https://de.wikipedia.org/wiki/Stress [18.07.2018].

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