Warum Du meditieren solltest – auch, wenn Du an „sowas“ nicht glaubst

Warum Du meditieren solltest – auch, wenn Du an „sowas“ nicht glaubst

Meditation wird von Menschen, die sich selbst als „rational denkend“ einstufen, schnell als etwas abgetan, das nicht in ihre Welt passt. Sie verbinden damit Esoterik, Buddha und Glaube. Dinge, mit denen sie sich selbst nicht identifizieren können. Dabei ist Meditation nicht nur für Menschen gedacht, die gläubig sind, Yoga praktizieren oder jene, die auf der Suche nach der Erleuchtung sind.

Meditation kann jedem Menschen guttun. Die einzige Voraussetzung ist, dass du über deinen Schatten springst und dich einfach mal darauf einlässt. Du musst an nichts glauben und kannst auch sonst weiterleben wie bisher. Nur, dass du eben mal ausprobierst, ob Meditation nicht etwas für dich sein könnte.

Wenn du dich erst einmal informieren willst, was Meditation überhaupt ist, klicke auf den Link. Dort habe ich bereits einen Artikel zu Meditationsformen und Elementen, die in so gut wie jeder Meditation enthalten sind, verfasst. Im Folgenden werde ich dir einige Argumente nennen, warum auch du mit dem Meditieren beginnen solltest.

Meditation

5 Gründe, mit dem Meditieren zu beginnen

1. Zeit für dich

In einem stressigen Alltag ist es oft schwierig, zwischendurch mal herunterzukommen und für sich zu sein. Meditation ist genau dafür hilfreich. Sie muss nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, ist aber trotzdem unheimlich effektiv und hilft dir dabei, zwischendurch einfach mal nur für dich zu sein.

2. Meditation verbessert deine Konzentrationsfähigkeit

Wenn du viel arbeitest oder lernst, probiere mal, Pausen in Form einer Meditation einzubringen. Sobald du merkst, dass deine Konzentration nachlässt, meditierst du für 10-15 Minuten. Natürlich kannst du die Zeit individuell anpassen, je nachdem, was dir persönlich guttut. Nach dieser Meditation wird es dir in der Regel leichter fallen, dich wieder zu konzentrieren.

3. Du lernst, für einen Moment lang im Jetzt zu leben

Viele Menschen leben nicht im gegenwärtigen Moment, sondern grübeln ständig über Vergangenheit oder Zukunft. Das fördert Stress und Ängste, da eine Neigung dazu besteht, sich selbst fertigzumachen und Erwartungsängste vor neuen Situationen zu entwickeln.

Meditation ist eine Möglichkeit, diesem Schema entgegenzuwirken. Sie ist dazu da, im gegenwärtigen Moment zu leben und ihn so zu anzunehmen, wie er ist. So lernst du schonmal, wenigstens in Momenten der Meditation gegenwärtig zu sein. Das wird dir dabei helfen, auch in anderen Situationen gegenwärtiger zu werden.

4. Du förderst deine Gesundheit

Es gibt verschiedene Studien (für Beispiele siehe unten), die gezeigt haben, dass Meditation die Gesundheit fördern kann. Beispielsweise hilft sie gegen chronische Schmerzen und kann den Blutdruck verbessern.

Sie hilft zudem dabei, Stress zu reduzieren und Ängste und Depressionen zu verringern. Meditation ist also nicht nur ein guter Weg, um physische Beschwerden in den Griff zu bekommen, sondern auch psychische.

5. Du musst an nichts glauben

Du musst weder an eine höhere Macht, noch an die Erleuchtung glauben. Du musst auch nicht daran glauben, dass die Meditation etwas bringt. Zudem musst du keine besonderen Fähigkeiten erlernen. Hab einfach eine offene Haltung und schaue, was passiert. Ist das nicht bei all den positiven Effekten der Meditation schon Grund genug, sie einfach mal auszuprobieren?

Offenheit

Gib nicht sofort auf, wenn es nicht direkt funktioniert

Zwar brauchst du keine besonderen Fähigkeiten, um zu meditieren, aber wie alle Dinge im Leben braucht sie natürlich ein wenig Übung. Vielleicht kreisen deine Gedanken anfänglich sehr stark und du kannst nur schwierig durch die Meditation herunterkommen. Auch das ist okay. Das vordergründige Ziel ist erst einmal, hinzunehmen, was ist und dich nicht zu verurteilen.

Nimm die Perspektive eines Beobachters deiner eigenen Gedanken ein. Sei gespannt, welcher Gedanke als nächstes kommt und beobachte das Geschehen einfach mal. Durch das Einnehmen dieser Perspektive gewinnst du Abstand zu deinen eigenen Gedanken, was dir dabei hilft, herunterzukommen.

Meditation ist kein Hexenwerk. Probiere es einfach aus und übe. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du merkst, dass es für dich nicht gut funktioniert – und das wäre ja auch in Ordnung.

Literaturangaben

Cash, M. & Whittingham, K (2010). What Facets of Mindfulness Contribute to Psychological Well-being and Depressive, Anxious, and Stress-related Symptomatology?. Mindfulness, 1(3), 177-182. doi: 10.1007/s12671-010-0023-4

Kabat-Zinn, J. (1982). An Outpatient Program in Behavioral Medicine for Chronic Pain Patients Based on the Practice of Mindfulness Meditation: Theoretical Considerations and Preliminary Results. General Hospital Psychiatry, 4(1), 33-47. doi: 10.1016/0163-8343(82)90026-3

Perazzo, J. (2018). Meditation – A Strategy With Promise in Chronic Disease. Journal of Cardiovascular Nursing, 33(2), 135-136. doi: 10.1097/JCN.0000000000000434

Sarah

Ich bin Sarah und Psychologin (B. Sc.). Derzeit mache ich zudem meinen Master in Positiver Psychologie. Auf meinem Blog gebe ich Dir Denkanstöße dafür, wie Du Deine Ängste überwinden, mehr entspannen und Dich persönlich weiterentwickeln kannst.

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