Was kann ich gegen meine Zukunftsängste tun?

Was kann ich gegen meine Zukunftsängste tun?

Zukunftsängste sind weit verbreitet und beziehen sich logischerweise auf die Furcht vor zukünftigen Ereignissen. Was, wenn Plan X nicht funktioniert? Was, wenn ich mein Studium nicht schaffe, arbeitslos werde und obdachlos ende? Was, wenn ich für immer single bleibe und sich mein Traum von Familie und Kindern niemals erfüllt? Was, wenn ich in der Zukunft eine schlimme Krankheit bekomme? Was, wenn einer mir nahestehenden Person etwas zustößt?

Ich könnte jetzt schreiben, dass Zukunftsängste nützlich sein können. Dass sie dabei helfen können, besonders motiviert zu sein und in der Gegenwart bestmöglich zu handeln, damit die Befürchtungen nicht eintreten. Zukunftsängste sind jedoch von Gedanken an die Zukunft abzugrenzen.

Zukunftsängste sind hinderlich und nicht nützlich

Es ist sicherlich hilfreich, hin und wieder an die Zukunft zu denken und Pläne zu schmieden, sodass idealerweise eine positive Zukunft eintrifft. Du musst es nicht dem Glück überlassen, dass deine Zukunft schon irgendwie hinhaut – du kannst schon bewusst dafür sorgen, dass sie möglichst positiv wird. Aber was bringen dir Ängste dabei? Diese sorgen vielleicht einerseits dafür, dass du wie verrückt auf deine Ziele hinarbeitest. Aber andererseits bleibt diese ständige Sorge darum, was ist, wenn das alles nicht funktioniert. Wenn X oder Y passiert. Für manche Menschen mag das gewissermaßen motivierend sein, aber ich halte es eher für lähmend und kontraproduktiv.

Akzeptiere Deine Zukunftsängste

Ich will dich hiermit nicht motivieren, dich für deine Ängste zu verurteilen und zu denken „Ich muss sie loswerden“. Da sie jetzt eh schon da sind, bringt es dir auch nichts, dich dafür zu hassen. Dadurch werden sie nicht verschwinden, sondern eher noch stärker. Nimm sie zunächst an und lass dich vielleicht durch die folgenden Punkte inspirieren. Solltest du einen oder mehrere Punkte befolgen, werden deine Zukunftsängste von ganz allein verschwinden.

Es ist also nicht notwendig, deine Ängste zwanghaft loswerden zu wollen. Hast du deine Ängste akzeptiert, wäre es ja theoretisch nicht schlimm, wenn sie bestehen bleiben. Und doch sind die folgenden Punkte hilfreich, um deine Ängste zu reduzieren – wahrscheinlich sogar ohne, dass du es sofort bewusst bemerkst.

1. Hab ein Lebensziel vor Augen

Zukunftsängste resultieren oft daraus, dass wir nicht wissen, wohin wir im Leben gehen wollen. Wir malen uns die schlimmsten Katastrophenszenarien aus und stellen uns vor, was alles Schlimmes passieren könnte. Was aber, wenn du eine klare Richtung vor Augen hast, in die dein Leben gehen soll? Wenn du einen Plan hast für das, was kommen soll?

Mir ist bewusst, dass immer ungeahnte Dinge passieren können. Vielleicht macht dein Partner Schluss, vielleicht gibt es einen schrecklichen Vorfall in der Familie, vielleicht passiert sonst irgendwas. Und das ist schrecklich. Aber du weißt es eben nicht. Solange du vor Augen hast, was du im Leben willst und diesen Lebensweg beschreitest, wird dich so schnell jedoch nichts aus der Bahn werfen.

Wenn du keine Ahnung hast, was du eigentlich im Leben willst, schau mal hier vorbei – mit einer kreativen Aufgabe kannst du herausfinden, was deine Lebensvision ist.

2. Mache Dir bewusst, dass die Angst nur in Deinem Kopf existiert

Halte dir immer wieder vor Augen, dass du niemals wissen kannst, was in der Zukunft passiert. Niemand kann die Zukunft vorhersehen. Du wirst diesen Punkt vielleicht als selbstverständlich erachten – und doch befindest du dich mit deinen Gedanken immer und immer wieder in der Zukunft. In einer Zukunft, die sich eben erst in der Zukunft entscheiden wird. Es bringt absolut nichts, sich jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen.

3. Lebe im Hier und Jetzt

Dein Leben spielt sich immer im Jetzt ab. Oder gab es je einen Moment, in dem etwas nicht in der jeweiligen Gegenwart passiert ist? Wohl kaum. Genauso wird deine Zukunft sich erst im zukünftigen Jetzt entscheiden. Wenn du dich gedanklich immer wieder in die Gegenwart zurückholst, werden deine Zukunftsängste sich auflösen. Tue in der Gegenwart das, was dir wichtig ist.

4. Lebe Tag für Tag

Dieser Punkt überschneidet sich mit dem letzten. Gliedere dein Leben in Tageseinheiten. Lebe Tag für Tag. Jeder Tag ist wie ein neues Leben, eine neue Chance. Auf diese Weise bleibt kein Raum für Zukunftsängste, denn der jeweilige Tag ist das, was zählt. Mit dieser Denkweise wirst du lernen, jeden Tag zu genießen und das zu tun, was dir wichtig ist.

5. Schreibe Deine Ängste auf

Für viele Menschen hat das Aufschreiben allein schon eine therapeutische Wirkung. Du lässt in gewisser Weise deinen Ballast los, was sich sehr befreiend anfühlen kann. Schreib einfach alles auf, was dir im Kopf herumschwebt, ohne es zu bewerten. Oft fallen uns beim Aufschreiben auch selbst Lösungen ein, da wir unsere Gedanken aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Sarah

Ich bin Sarah, 22 Jahre alt und stecke mitten im Psychologie-Studium. Auf meinem Blog zeige ich dir, wie du Ängste und Stress in den Griff bekommst, mehr entspannst und dich persönlich weiterentwickelst.

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